Source: BORG FFO
Zum Gerichtsurteil gegen fünf Rechtsextreme aus Frankfurt (Oder)
Mit Erschrecken haben wir den Abschluss in der Strafsache gegen fünf Rechtsextremisten verfolgt, die beschuldigt waren, während eines Informationsstandes der NPD in Frankfurt (Oder) am 1. April 2006 eine gemeinschaftliche Körperverletzung gegen vier linke Jugendliche begangen zu haben.
Kopf der Oranienburger Kameradschaftsszene zu drei Jahren Haft verurteilt
»Sie haben in mehreren Fällen brutal gehandelt. Es ist makaber, wenn Sie öffentlich gegen Gewalt auftreten.« Diese Worte des Vorsitzenden Richters am Amtsgericht Oranienburg waren an den bekennenden Neonazi Christian W. aus Velten gerichtet. Nach elf Verhandlungstagen verurteilte das Gericht den Angeklagten heute nach dem Jugendstrafrecht zu drei Jahren Haft. Christian W., der zur Tatzeit noch heranwachsend war, hat sich der gefährlichen Körperverletzung in drei Fällen sowie Verstößen gegen das Waffengesetz und das Versammlungsgesetz schuldig gemacht.
Pirschheide, 1. Mai: »Wir wurden von Neonazis angegriffen«
Am diesjährigen »Herrentag« am 1. Mai wurden Jugendliche in der Pirschheide (Potsdam) von einer Gruppe Rechter angegriffen. Sechs Personen wurden verletzt. Sie werden von der Opferperspektive betreut. Die Polizei hatte den Vorfall zuerst als Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen eingestuft. Die Ermittlungen wurden ausgeweitet, nachdem die Betroffenen von den Ereignissen in einer Beiratssitzung des Lokalen Aktionsplans Potsdam am 6. Mai berichtet hatten. Die Jugendlichen wehren sich gegen das Verschweigen des politischen Hintergrunds und wollen, dass ihre Perspektive öffentlich bekannt wird. Dazu führte der Opferberater Tobias Pieper mit mehreren Geschädigten das folgende Gespräch.
Cottbus: Erstes Urteil nach Überfall auf Jugendklub
Am 11. April 2008 wurde vor dem Cottbuser Landgericht das Urteil gegen zwei Männer verkündet, die sich im Mai 2005 an einem Überfall auf den Jugendklub »Fragezeichen« im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf beteiligt hatten.
Weiterhin viele Fragezeichen
Am 9. Januar 2008 wurde am Landgericht Cottbus der Prozess gegen Felix W. und Heiko L. eröffnet. Den jungen Männern wird vorgeworfen, an einem Angriff auf den Jugendclub »Fragezeichen« im Mai 2005 beteiligt gewesen zu sein. Der Prozess wird am 1. Februar fortgesetzt.
Panteón Rococó-Prozess: Rechte Schläger verurteilt
Am 3. Juli 2007 sprach das Amtsgericht Oranienburg vier Männer der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung schuldig. Die Angeklagten hatten am 15. Oktober 2005 Mitglieder der mexikanischen Ska-Band Panteón Rococó auf einer Autobahnraststätte bei Neuruppin aus rassistischen Motiven attackiert.
Amtsgericht Oranienburg verurteilt rechte Schläger
Gestern verurteilte das Amtsgericht Oranienburg drei Männer wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Nötigung zu Strafen zwischen acht Monaten auf Bewährung und einem Jahr Freiheitsentzug.
Source: OPP
»Es ist alles zutreffend, was in der Anklageschrift steht«
Bei einem Prozess vor dem Amtsgericht Oranienburg räumten zwei Männer ein, dass sie einen Asylbewerber in Hennigsdorf mit dem Tode gedroht und verfolgt hatten. Nach nur zweistündiger Verhandlung wurden die Täter zu Bewährungsstrafen verurteilt
Source: OPP
Bewährungsstrafen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Nötigung
Zwei Potsdamer Rassisten zeigten sich uneinsichtig
Source: H. Kramer/PNN
Wortlose Schläge
Prozess am Amtsgericht zu Überfall in Tram. Aussteiger sagte gegen rechte Szene der Stadt aus
Source: Christoph Schulze
Ein fast vergessener Mord
Vor zehn Jahren wurde der Punker Sven Beuter in Brandenburg an der Havel von einem Neonazi tot geschlagen. Eine Ausstellung erinnert
Source: OPP
Neonazi aus Walsleben soll für ein Jahr und zehn Monate hinter Gitter
Das hatte sich Mike K. (21) aus Walsleben anderes vorgestellt. Am 3. Januar 2006 verurteilte ihn die zweite Strafkammer am Landgericht Neuruppin bei einer Berufungsverhandlung zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Damit verschärfte die Kammer unter dem Vorsitz von Richterin Pia Becher das Urteil des Amtsgerichtes vom September letzten Jahres.
Source: MAZ
Gedanken, die sie nicht loslassen
Krautheim (ORNIS) Eine »Mauer des Schweigens« umgab den Tod von Kajrat aus Kasachstan. Doch schließlich gelang es, die Schuldigen zu überführen und zu verurteilen. Reue hat Kajrats Mutter bei den Mördern ihres Sohnes nicht entdeckt. Raissa Batesova wird wohl in Deutschland bleiben – trotz allem. An einem neuen Wohnort versucht sie, Abstand zu dem Geschehen vor drei Jahren zu finden. Dominique John, Mitarbeiter der Organisation »Opferperspektive«, hat Raissa Batesova besucht und darüber in der Tageszeitung Märkische Allgemeine berichtet.
Source: Der Tagesspiegel
Der Exzess
Er traut sich nicht mehr auf die Straße, und er träumt immer noch davon: Wie ihn Neonazis quälten und folterten. Ein Opfer erzählt
Von Frank Jansen
Source: Stadt Rheinsberg
Offener Brief der Stadt Rheinsberg an Mehmet Cimendag
Lieber Mehmet Cimendag,
mit tiefer Bestürzung und mit großer Beschämung haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass in der Nacht vom 29. zum 30. März Ihr Imbiss-Wagen in Rheinsberg einem Brandanschlag zum Opfer gefallen ist.


