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Opferperspektive e.V.

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Kommunalwahl 2008

Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Jugendverbänden, Antifas und weiteren Gruppen, die gegen rechte Parteien mobilisieren.

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RECHTE GEWALT

Hakenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


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21.09.2008  » Bernau bei Berlin / Barnim
Bernau Zwei alkoholisierte Männer drohten einen Reisenden in der S-Bahn, den sie für einen »Türken« hielten, ihn aus dem Zug zu werfen. Dem Bedrohten gelang es, einen der Männer von seiner deutschen Herkunft zu überzeugen. Dieser hielt daraufhin seinen Kumpanen zurück, der unter anderem äußerte: »Euch muss man allen gegen den Schädel treten, wie Ihr es mit unseren Rentnern macht«.  (Quelle: BORG; OPP)
13.09.2008  » Bad Freienwalde (Oder) / Märkisch-Oderland
Bad Freienwalde Beim Altstadtfest versammelten sich am späten Abend 20 bis 25 Rechte auf dem Marktplatz. Mit Pfefferspray, Glasflaschen, Schlagstöcken sowie einem Messer griffen sie eine Gruppe von sechs Punkern und vier Migranten russischer Herkunft an. Die Opfer erlitten Prellungen, Schürf- und Platzwunden. Eine Person wurde mit einem Messer an der Hand verletzt.  (Quelle: Antifa Bad Freienwalde)
02.09.2008  » Neuruppin / Ostprignitz-Ruppin
Neuruppin Auf dem Nachhauseweg von der 15-Jahresfeier des alternativen Jugendzentrums »Mittendrin« wurden vier Jugendliche am frühen Morgen von einer Gruppe Rechter am Busbahnhof angegriffen. Zuvor hatten sie die Rechten zur Rede gestellt, weil eine Person mehrmals »Heil Führer« gerufen hatte. Zwei junge Frauen mussten sich mit Verletzungen in ärztliche Behandlung begeben.  (Quelle: inforiot.de, OPP)
29.08.2008  » Premnitz / Havelland
Premnitz Auf dem Dachsbergfest wurde ein Punker von stadtbekannten Rechten angegriffen und durch einen Kopfstoß im Gesicht verletzt.  (Quelle: Antifa Westhavelland; OPP)
10.08.2008  » Templin / Uckermark
Templin Ein junger Hiphopper wurde von einem Rechten zu Boden geworfen und gegen den Kopf getreten. Der 16-Jährige erlitt einen komplizierten Kieferbruch.  (Quelle: OPP, PNN, gegenrede.info)
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2008-02-23

Über 11.000 Euro für Orazio Giamblanco

Der Tagesspiegel und die Opferperspektive baten um Spenden für den Italiener, der schwer behindert ist, seitdem er vor 1996 in Trebbin von einem Neonazi mit einer Baseballkeule niedergeschlagen wurde.

Orazio Giamblanco mit seiner Lebensgefährtin und deren Tochter
Orazio Giamblanco mit seiner Lebensge...
Source: (C) Joe Kramer

Im Dezember 2007 berichtete der Tagesspiegel – wie schon regelmäßig seit elf Jahren – über das mühevolle Leben der Bielefelder Familie, und bat zusammen mit der Opferperspektive und dem Weissen Ring um Spenden.

Daraufhin gingen 7.790 Euro allein auf dem Konto der Opferperspektive ein. Viele der Spenderinnen und Spender helfen schon seit Jahren regelmäßig. Insgesamt kamen über 11.000 Euro zusammen! Vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender.

Was am 30. September 1996 geschah: Zwei Neonazis fuhren mit dem Auto durch Trebbin, um Italiener zu finden, die auf einer Baustelle im Ort arbeiteten. Orazio Giamblanco war erst wenige Tage zuvor aus dem Westen Deutschlands nach Brandenburg gekommen. Als die Rechten den damals 55-Jährigen vor einer Telefonzelle stehen sahen, hielten sie. Jan W. stieg aus und schlug sofort zu.

Orazio Giamblanco überlebte, nach zwei Notoperationen. Er leidet seitdem an spastischen Lähmungen, Sprachstörungen, Depressionen. Er wird nie mehr gesund werden. Seine Lebensgefährtin und ihre erwachsene Tochter haben ihre Arbeit aufgegeben, um Orazio Giamblanco pflegen zu können, und um bei ihm zu sein.

Zwölf Reportagen über Orazio Giamblanco

Mit freundlicher Genehmigung des Tagesspiegel und des Fotografen Joe Kramer haben wir alle Reportagen von Frank Jansen über Orazio Giamblanco seit 1997 für Sie zusammengestellt: Protokoll eines Kampfes

(OPP)

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