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Opferperspektive e.V.

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AUSSTELLUNG

Ausstellung »Opfer rechter Gewalt«

»Opfer rechter Gewalt«

Die Wanderausstellung erinnert an die Todesopfer rechter Gewalt von 1990 bis 2005.

opfer-rechter-gewalt.de

CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


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08.11.2008  » Frankfurt (Oder) / Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) Am späten Abend drangen rechte Anhänger des Fußballclubs Viktoria in ein Wohnhaus ein, in dem der Verein Utopia seinen Sitz hat. Die Täter randalierten und rissen Plakate von den Wänden, daraufhin verließen sie das Gebäude. Kurz darauf wurden fünf Gäste des Vereins vor dem Haus als »Scheiß-Zecken« beschimpft und von einer Gruppe von etwa 15 Personen, die teilweise vermummt und mit Billardqueues bewaffnet waren, angegriffen. Drei Personen wurden leicht verletzt.  (Quelle: Utopia e.V. Frankfurt (Oder))
27.10.2008  » Premnitz / Havelland
Premnitz Ein Stadtverordneter der Fraktion DIE LINKE und mehrere Begleiter wurden an einer Bushaltestelle von zwei in der Region bekannten Rechtsextremisten angegriffen. Dem Lokalpolitiker wurde Pfefferspray in die Augen gesprüht. Nachdem drei weitere Angreifer hinzugekommen waren, wurde er, am Boden liegend, gegen den Kopf getreten. Der Stadtverordnete und zwei Begleiter mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.  (Quelle: MAZ, 20.10.2008)
28.09.2008  » Strausberg / Märkisch-Oderland
Strausberg Am frühen Morgen verschafften sich etwa zehn Angehörige der lokalen rechten Szene Zutritt zu einer Party im alternativen »Club«, indem sie die am Einlass Beschäftigten zur Seite drängten. Im Saal bedrohten die Rechten mehrere Gäste. Die Polizei verwies die Gruppe des Geländes.  (Quelle: Alternatives Jugendprojekt 1260 e.V.)
28.09.2008  » Spremberg / Spree-Neiße
Spremberg Zwei Männer stellten sich einem 35-Jährigen türkischer Herkunft in den Weg und riefen »Mach dich weg, das ist nicht dein Land hier.« Der Mann wurde daraufhin ins Gesicht geschlagen und, am Boden liegend, getreten. Die Polizei nahm die beiden alkoholisierten Angreifer in Gewahrsam. Der 35-Jährige musste sich in ärztliche Behandlung begeben.  (Quelle: OPP)
21.09.2008  » Bernau bei Berlin / Barnim
Bernau Zwei alkoholisierte Männer drohten einen Reisenden in der S-Bahn, den sie für einen »Türken« hielten, ihn aus dem Zug zu werfen. Dem Bedrohten gelang es, einen der Männer von seiner deutschen Herkunft zu überzeugen. Dieser hielt daraufhin seinen Kumpanen zurück, der unter anderem äußerte: »Euch muss man allen gegen den Schädel treten, wie Ihr es mit unseren Rentnern macht«.  (Quelle: BORG; OPP)
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2008-07-29
Source: OPP

Mehr rechte Gewalttaten

Durch Nachmeldungen hat sich die Zahl der von der Opferperspektive
erfassten rechten Gewalttaten im Jahr 2007 von 137 auf 151 Fälle erhöht.
So viele Delikte hat der Verein noch nie gezählt. Die Opferperspektive
fordert direkte Informationen aus dem Landeskriminalamt und kritisiert
positive Trendmeldungen des Innenministeriums.

Im Februar dieses Jahres hatte die Opferperspektive für 2007 mit 137
rechten Gewalttaten einen leichten Rückgang zum Vorjahr festgestellt,
als 140 Taten gezählt worden waren. Inzwischen sind 14 weitere Fälle
bekannt geworden. Demnach haben sich letztes Jahr 151 rechte Gewalttaten
in Brandenburg ereignet. Zusätzlich hat die Opferberatungsstelle
Kenntnis von vier rechten Gewalttaten aus dem Vorjahr, bei denen die
Geschädigten keine Anzeige stellen wollen.

Neben Gerichtsverfahren und eigenen Recherchen erfuhr der Verein von
zahlreichen Fällen erst durch die Veröffentlichung der Antwort der
Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei im Juni. Die
Opferperspektive fordert eine direkte Information aus dem
Landeskriminalamt anstatt auf die Parlamentsdokumentation warten zu
müssen.

Sämtliche Taten sind mit Quellenangaben auf www.opferperspektive.de
veröffentlicht. Der Verein erfasst ausschließlich Gewalttaten, nicht
gezählt werden Propagandadelikte. Die Opferperspektive orientiert sich
an den polizeilichen Kategorien politisch motivierter Kriminalität,
zählt jedoch auch Nötigungen, wenn diese für die Opfer schwerwiegend
sind. Für die Differenz zu offiziellen Angaben ist die unterschiedliche
Einschätzung von Tatmotiven ausschlaggebend.

Das Potsdamer Innenministerium betont stets, dass der Rechtsextremismus
die größte Bedrohung der Demokratie darstellt. Unverständlich ist daher,
weshalb das Ministerium ebenso regelmäßig von einer rückläufigen Zahl
rechter Gewaltdelikte spricht. Bei der Vorstellung des
Verfassungsschutzberichtes im März 2008 etwa strich Innenminister Jörg
Schönbohm heraus, dass sich die Zahl rechter Gewalttaten verringert habe
– im Vergleich zu 2004. Die beigefügten Tabellen wiesen einen Anstieg
der Delikte von 2006 auf 2007 aus.

Opferperspektive e.V.

Kontakt Dominique John

Telefon 0331 8170000 | 0160 7967232

(OPP)

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