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Opferperspektive e.V.

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AUSSTELLUNG

Ausstellung »Opfer rechter Gewalt«

»Opfer rechter Gewalt«

Die Wanderausstellung erinnert an die Todesopfer rechter Gewalt von 1990 bis 2005.

opfer-rechter-gewalt.de

CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


latest 5 items
18.11.2008  » Rathenow / Havelland
Rathenow Am frühen Morgen drangen Jugendliche in einen Dönerimbiss ein. Sie beschmierten die Wände mit Farbe und Parolen wie »Hitler live« und »HaSS«, verteilten den Inhalt eines Feuerlöschers im Raum, verstreuten Rattengift auf den Lebensmitteln und brachen den Getränkeautomat auf. Es entstand ein Sachschaden von über 3.000 Euro. Die Täter wurden gefasst und in eine Jugendeinrichtung eingewiesen.  (Quelle: Quelle: MAZ, 19.11.2008; OPP)
08.11.2008  » Frankfurt (Oder) / Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) Am späten Abend drangen rechte Anhänger des Fußballclubs Viktoria in ein Wohnhaus ein, in dem der Verein Utopia seinen Sitz hat. Die Täter randalierten und rissen Plakate von den Wänden, daraufhin verließen sie das Gebäude. Kurz darauf wurden fünf Gäste des Vereins vor dem Haus als »Scheiß-Zecken« beschimpft und von einer Gruppe von etwa 15 Personen, die teilweise vermummt und mit Billardqueues bewaffnet waren, angegriffen. Drei Personen wurden leicht verletzt.  (Quelle: Utopia e.V. Frankfurt (Oder))
06.11.2008  » Eisenhüttenstadt / Oder-Spree
Eisenhüttenstadt Ein aus dem Libanon stammender Arzt des Krankenhauses Eisenhüttenstadt wurde am frühen Abend auf der Straße beschimpft und bedroht. Zunächst stellte sich ein Jugendlicher mit einer Eisenstange dem Mediziner in den Weg. Dieser konnte dessen Beschimpfungen nicht verstehen. Er flüchtete, als er fünf bis sechs weitere Jugendliche auf sich zukommen sah, in eine Gaststätte. Der Inhaber rief die Polizei.  (Quelle: IW, 06.11.2008; OPP)
31.10.2008  » Potsdam / Potsdam
Potsdam Am Alten Markt wurden vier linke Jugendliche von einer Gruppe Rechter angegriffen. Dabei verletzte ein bekannter Rechtsextremist drei Jugendliche durch Faustschläge und Tritte gegen Kopf und Oberkörper.  (Quelle: OPP)
18.10.2008  » Premnitz / Havelland
Premnitz Ein Stadtverordneter der Fraktion DIE LINKE und mehrere Begleiter wurden an einer Bushaltestelle von zwei in der Region bekannten Rechtsextremisten angegriffen. Dem Lokalpolitiker wurde Pfefferspray in die Augen gesprüht. Nachdem drei weitere Angreifer hinzugekommen waren, wurde er, am Boden liegend, gegen den Kopf getreten. Der Stadtverordnete und zwei Begleiter mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.  (Quelle: MAZ, 20.10.2008)
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2008-10-09

Tagung: Respekt und Recht

Zur politischen und sozialen Unterstützung von Opfern rechter Gewalt. Eine Tagung von Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung, ReachOut und Opferperspektive

3. November 2008, Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

Nazi-Schmierereien an einem Imbiss

Opfer rechtsextremer Attacken dürfen nicht allein gelassen werden. Sie brauchen soziale und politische Unterstützung, um Erlebtes zu verarbeiten, um ihre Rechte wahrnehmen zu können und um vor erneuten Angriffen geschützt zu sein. Diese sensible Aufgabe kann nur durch gemeinsames und abgestimmtes Handeln von Staat und Zivilgesellschaft bewältigt werden. Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Opferperspektive Brandenburg und ReachOut Berlin laden dazu ein, sich an der Debatte um die Herausforderung einer systematischen Opferbetreuung und Perspektiven eines verbesserten Opferschutzes zu beteiligen.

Programm

10.30 Uhr: Begrüßung

Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin und Dominique John, Opferperspektive

10.45 Uhr: Der gesellschaftliche Umgang mit den Opfern rechter Gewalt

Impulse

  • Frank Jansen, Reporter, Der Tagesspiegel: Die Situation von Opfern rechter Gewalt
  • Sabine Seyb, ReachOut: Den Opfern Gesicht und Stimme geben – Aufgaben einer systematischen Opferbetreuung
  • Dr. Neil Chakraborti, Department of Criminology, University of Leicester: Der Umgang mit rechter Gewalt
    und ihren Opfern in England
  • Jann Jakobs (angefragt), Oberbürgermeister der Stadt Potsdam: Rechte Gewalttaten und ihre Opfer als Herausforderungen einer Kommune

11.45 Uhr Diskussion

Moderation: Carla Kniestedt, rbb

12.30 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr Fachforen

Forum 1: Staat und Zivilgesellschaft Hand in Hand?
Die Zusammenarbeit von Polizei und NGO bei der Betreuung von Opfern rechter Gewalt

  • Dieter Glietsch, Polizeipräsident von Berlin
  • Dominique John, Opferperspektive
  • Michael Scharf, Kriminaldirektor LKA Brandenburg
  • Helga Seyb, ReachOut

Moderation: Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung

Forum 2: Ansätze zur Verbesserung der Situation von
Opfern rechter Gewalt

  • Sanchita Basu, ReachOut
  • Dr. Neil Chakraborti, Department of Criminology,
    University of Leicester
  • Sibylle Rothkegel, Psychologin

Moderation: Jonas Frykman, Opferperspektive

Forum 3: Die juristische Dimension des Opferschutzes und der Strafverfolgung rechter Gewalttaten

  • Ulf Bünermann, Opferperspektive
  • Edgar Radziwill, Regierungsdirektor, Bundesministerium der Justiz
  • Gerd Schnittcher, Leitender Oberstaatsanwalt,
    Staatsanwaltschaft Neuruppin
  • Undine Weyers, Rechtsanwältin
  • Andrea Würdinger, Rechtsanwältin

Moderation: Carla Kniestedt, rbb

15.30 Uhr Ausblick: Die Auseinandersetzung mit den Opfern rechter Gewalt als Aufgabe für Politik und Gesellschaft

Niels Annen, MdB, Leiter der Projektgruppe gegen Rechtsextremismus beim SPD-Parteivorstand

16.00 Uhr

Kaffeepause

ab 16.20 Uhr Geführter Rundgang durch die Ausstellung »Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland«

Beginnend mit dieser Veranstaltung wird bis zum 14.11.2008 die Ausstellung »Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland« im Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung gezeigt. Für Führungen und weitere Möglichkeiten, mit der Ausstellung pädagogisch zu arbeiten, wenden Sie sich bitte an Constanze Yakar, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin.

Ort und Anreise

Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

  • Buslinien 100, 187 bis Haltestelle Nordische Botschaften
  • Buslinie 200 bis Haltestelle Tiergartenstraße
  • Vom Hauptbahnhof: Buslinie M41 bis Potsdamer Platz, weiter mit Buslinie 200 bis Tiergartenstraße
  • Vom Flughafen Tegel: Buslinien 109 oder X9 bis Bahnhof Zoo, dann Buslinie 200 oder 100

Für die Anreise empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel, da keine Parkmöglichkeiten bestehen.

Verantwortlich: Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung

Organisation: Constanze Yakar, Friedrich-Ebert-Stiftung

(OPP)

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links:

external link Friedrich-Ebert-Stiftung  [Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus]
external link Opfer rechter Gewalt  [Ausstellung]
external link Reach Out Berlin  [Beratung für Opfer rechter Gewalt]

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Konferenz_3.11.08.pdf
[Tagungsprogramm »Respekt un...]
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