2012-08-10 

Brandenburger Landtag zeigt Ausstellung »Opfer rechter Gewalt«

Mit der Ausstellung erinnert der Verein Opferperspektive an 169 Menschen, die seit 1990 durch rechte Gewalt zu Tode kamen. Sie wurden aus rassistischen, antisemitischen oder sozialdarwinistischen Motiven getötet. Die Ausstellung gibt den Opfern ein Gesicht und einen Namen. Sie dokumentiert eindrücklich die tödliche Dimension rechter Gewalt.

Opfer rechter Gewalt

Am 8. August 2012 eröffnete Landtags- präsident Gunter Fritsch die Ausstellung »Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990« im Brandenburger Landtag.

Erstmals ausgestellt wurde die von der Künstlerin und Grafikerin Rebecca Forner konzipierte und gestaltete Dokumentation im Jahr 2002 in der Berliner Gedenkstätte Topographie des Terrors. Die Wanderausstellung wurde 2006 in Zusammenarbeit mit der Opferperspektive e.V. und mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung realisiert. Seitdem wurde sie bundesweit 100 mal verliehen. Dank eines privaten Förderers aus Bayern konnte ein zweites Exemplar erstellt werden. Die mittlerweile vierte überarbeitete Fassung zeigt 13 neue Tafeln. Aufgenommen sind unter anderem die NSU-Opfer.

Die Ausstellung kann bis zum 15. September 2012 montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Landtag Brandenburg, Am Havelblick 8, 14473 Potsdam, besichtigt werden.

Opfer rechter Gewalt

ulim